Bozen Umgebung

Licht in Windungen

Ander Mair (Schmied)

Ein Meisterstück – hätte nie gedacht, dass etwas so Komplexes funktioniert!

Nachdem schon die erste Decke gegossen war, kam die Erleuchtung: Holz, Helix und Licht. Das Betonieren konnte gerade noch gestoppt werden. Anstelle einer betonierten Treppe, die kalt und unpersönlich wirkt und keinen Lichtstrahl durchlässt, trat eine transparente, leichte und luftige Lösung aus Holz. Durch die Wahl von lichtdurchlässigem Streckmetall als Geländer konnte der Lichtabfall auf der Treppe, die über zwei Geschosse unter die Erde führt, weiter reduziert werden.

Der Clou der Treppenanlage ist die Helix-Form des Geländers. In Anbetracht des relativ großen Treppenauges sah der Entwurf ein sich nach unten windendes Treppengeländer vor, das als eigene, für sich stehende Struktur zu erkennen sein sollte. Doch ganz so einfach war es nicht. Das geometrisch Mögliche musste praktisch umgesetzt werden. Ein Modell sollte den Beweis liefern. Zunächst mit Karton und Fliegengitter und dann sogar im Maßstab 1:1, um die Abwicklung der Helix besser zu verstehen.

Am Ende waren die Bauherrn glücklich darüber, dass kein herkömmliches Treppenhaus entstanden war, sondern ein Erlebnisraum – eine Galerie für die gesammelten Trophäen.

DATEN UND FAKTEN

Ort: Ritten (BZ)

Leistungen: Entwurf, Planung, Bauleitung

Fertigstellung: September 2015

 

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